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so... erstmal als Auffrischung zum letzten Eintrag:

Meinen Führerschein habe ich trotz ein paar Hindernissen (habe auf der Autobahn  die Ausfahrt verpasst und bin dann dummerweise bei einer Tankstelle gelandet) erfolgreich bestanden und darf seit fast 4 Monaten Auto fahren.

Ich habe eine Stelle für nächstes Jahr, Schlossschule Ilvesheim. Bin eigentlich auch froh, dass das geklappt hat und ich in nächster Zeit nicht weg muss. Es hat alles seine guten und schlechten Seiten, doch das merkt man meistens erst hinterher.

Theater war toll, doch, die Welle ist super gelaufen. Ich hatte zwar manchmal ein paar blaue Flecken, aber das hat sich gelohnt. Das Alternieren hat auch gut geklappt, wir waren ein richtiges eingespieltes Team. Ja, es ist sogar so gut gelaufen, dass das zimmertheater oft ausverkauft war und wir das Stück wegen der kurzen Spielzeit wieder aufnehmen werden (merkt euch das schonmal vor!).

Abitur, das war ja auch noch. Hab während der Osterferien jeden Tag bestimmt an die 8 Stunden gelernt (mittlerweile kann ich mir das kaum noch vorstellen) und letzten Freitag hatte ich meinen letzten Schultag mit Gottesdienst (von unserem Relikurs vorbereitet). Der war schön. So schön, dass sogar einige auf uns zugekommen sind und uns gesagt haben, wie toll sie doch den Gottesdienst fanden. Das freut und motiviert. Am Montag werden die Ergebnisse der schriftlichen Prüfungen und das Thema der Präsentationsprüfung bekannt gegeben. bin mal gespannt, was dabei rauskommt. Und am 16. ist dann das Mündliche.

Nur im Orchester gibt es momentan ein paar kleine Problemchen. 2 Konzerte wurden aus (meiner Ansicht nach) nichtigen Gründen abgesagt. Ich werde das Orchester verlassen müssen, wie es schon ein paar getan haben und mit mir zusammen tun werden, wenn sich nichts ändert. Wie konnte ich nur so verstrahlt gewesen sein. Immer nur das Positive in einem Menschen zu sehen kann auch negativ sein, nämlich dann, wenn man so enttäuscht wird. Zumindest bin ich jetzt aber aufgewacht.

Im Moment überstrahlt die Vorfreude auf Sarajewo jedoch alles. Das wird eine Erfahrung für mein ganzes Leben, glaube ich. Bald ist es so weit, ich muss mich gar nicht mehr so lange gedulden. Eigentlich ist es auch gut, dass ich nur 6 Wochen ins Ausland gehe - und kein ganzes Jahr. Aber sowas sieht man vor allem immer im Nachhinein...

6.6.08 23:39, kommentieren

Es gibt einen Ort...

...der vollkommen anders ist. Anders im Positiven Sinne.

Ein Ort, an dem dir jederzeit mit einem Lächeln begegnet wird.

Ein Ort, der dich dein normales Leben vergessen lässt, der dich glauben lässt, dass es noch so etwas wie wirklichen Frieden auf der Welt gibt.

Ein Ort, an dem nicht gefragt wird, was du bist und was du kannst. An diesem Ort wird gefragt, wer du bist und was du möchtest. Es wird hinter die Fassade geschaut und niemand wird besser behandelt, weil er ja ach so schlau oder reich oder sonstwas ist. Dort wirst du nach deiner eigenen Meinung gefragt, und nicht nach einer, die du dir zu eigen gemacht hast.

Ein Ort, an dem man sich auf das Wesentliche im Leben konzentriert. Du erkennst dort, was und wer in deinem Leben wirklich wichtig ist und dein inneres Feuer wird geweckt.

Ein Ort, an dem die Gemeinschaft, das Leben und der Umgang miteinander, zählt. Dir fällt auf, wie schön und bereichernd Gespräche sein können - egal wann und wo. Und wie sehr du auf andere angewiesen bist, denen du das, was sie dir geben, auch zurückgeben möchtest.

Ein Ort, an dem du alles verarbeiten kannst, was du erlebt hast - Positives aber vor allem auch Negatives. Du findest dort Trost und Menschen, die dir ganz einfach nur zuhören, ohne von deinen Worten profitieren zu müssen. Menschen, denen du vertrauen kannst und die auch dir ihr Vertrauen entgegen bringen. Dort ist es erlaubt, deinen Emotionen freien Lauf zu lassen, ohne sich darüber sorgen zu müssen, was die anderen wohl denken.

Ein Ort, an dem du verstanden wirst - und wenn nicht, sich deine Mitmenschen bemühen, dich zu verstehen.

Ein Ort, an dem du merkst, wie sehr unsere gesamte Gesellschaft verkorkst ist und dass hier völlig falsche Werte wichtig sind. Und dir dadurch das Zurückkommen (äußerlich wie auch innerlich) extrem erschwert wird.

 

Diesen Ort gibt es wirklich... Ich habe ihn besucht.

1 Kommentar 6.6.08 23:55, kommentieren

Komm schon...

Bab-bababa-bab...

All die Sachen, die die wilden Rocker machen,
all die Dinge von denen sie oft singen,
all die Taten auf die wir schon so lange warten.

Ich sag' dir: Diese Nacht ist wie gemacht dafür!
Komm schon! Komm schon!
Nimm dir davon eine extra Portion!
Abgemacht - sowas geht in so 'ner Sommernacht.

All die Worte, die uns groß erscheinen,
all die Träume, die uns vereinen,
all die Zeiten, die uns im Gedächnis bleiben.

Ich sag' diese Nacht ist wie gemacht dafür!
Komm schon! Komm schon!
Nimm dir davon eine extra Portion!
Abgemacht - sowas geht in so 'ner Sommernacht.

Komm schon! Komm schon!
Nimm dir davon eine extra Portion!
Abgemacht, sowas geht in so 'ner Sommernacht.
Komm schon! Komm schon!
Nimm dir davon eine fette Portion!
Das wär' doch gelacht, sowas geht in so 'ner Sommernacht.

1 Kommentar 7.6.08 11:48, kommentieren

Das Feuer

Ganz klein fängt es an, mit einem winzig kleinen Funken. Doch bald kann es größer werden und immer größer, bis dieser Funke zu einer kleinen Flamme herangewachsen ist. Die kleine Flamme wird selbst auch immer größer, indem sie sich am Holz nährt, und durch viele weitere winzig kleine Funken an weiteren Flammen dazugewinnt. Bis alles lichterloh brennt, die ganze dunkle Umgebung mit Licht und Wärme erfüllt und zum Leben erweckt.

Das Feuer in dir wurde entbrannt.

 

Oder soll man eher sagen "du wurdest befruchtet"?

 

 Doch nur ein kleiner Windzug, ein Tröpfchen Wasser oder zu wenig Brennmaterial kann das Feuer wieder erlischen lassen. Ganz langsam, so wie es gekommen ist. Und am Ende ist alles wieder genauso trostlos, wie es am Anfang war. Der einzige Unterschied liegt dann in der Gewissheit darin, dass es auch ganz anders aussehen und sich anfühlen kann.

1 Kommentar 9.6.08 23:15, kommentieren

Blablabla.

Doch in mir schäumt sich eine Wut auf. Jetzt nur keine Miene verziehen, denke ich. Konzentriere dich auf deinen Atem, deine Haltung, deinen Gesichtsausdruck. Versuche teilnahmslos zu wirken.

Diese Mitleidstour, fast noch schlimmer als das Blablabla.

Verschließe dich nach außen, lasse deine Emotionen nicht zu, das wird später nur zu deinem Nachteil. Bleibe ganz ruhig sitzen. Grade hinsetzen, Beine verschränkt und Hände zusammen, ja so geht es am Besten.

Noch mehr Blablabla als Antwort auf meine dringenden Fragen.

Streng dich an, zeige ihnen nicht wie sehr es in dir zu Kochen anfängt. Er weiß, wie er dich bearbeiten kann, wenn du eine Regung zeigst und er bemerkt, was du denkst. Die Beine wechseln, ja das geht, die Hände sind immernoch zusammen. Konzentriere dich, ruhig atmen.

Blablabla, teilweise auch widersprüchliches oder ausweichendes Blablabla, dazu ganz genaue Fragen und Anmerkungen auf die nicht eingegangen wird.

So, du hast es fast geschafft, außerdem sagt jemand das, was du und ihr alle denkt, es euch bloß nicht zu sagen traut. Danke. Aber dann dieses Ausweichen, das lässt die Wut erneut aufkochen und nicht abkühlen. Aber bleibe ruhig, zeige ihnen nicht, wie zornig und enttäuscht du bist. So ist es gut.

Bohrende Blicke, fast schon persönliches und angreifendes Blablabla.

Schon fast eine Dreiviertelstunde ist um. Du musst das nicht mehr lange aushalten. Das Blablabla von eben ist fast schon lächerlich, das wissen die anderen auch. Soll ich meinen Mund aufmachen? Nein, du würdest nur vor Emotionen überschäumen und ihm zeigen wie wütend du bist.

Blablabla und die erlösenden Schlussworte.

Das war's!!!

1 Kommentar 10.6.08 23:25, kommentieren