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Gedichte/Texte

Blablabla.

Doch in mir schäumt sich eine Wut auf. Jetzt nur keine Miene verziehen, denke ich. Konzentriere dich auf deinen Atem, deine Haltung, deinen Gesichtsausdruck. Versuche teilnahmslos zu wirken.

Diese Mitleidstour, fast noch schlimmer als das Blablabla.

Verschließe dich nach außen, lasse deine Emotionen nicht zu, das wird später nur zu deinem Nachteil. Bleibe ganz ruhig sitzen. Grade hinsetzen, Beine verschränkt und Hände zusammen, ja so geht es am Besten.

Noch mehr Blablabla als Antwort auf meine dringenden Fragen.

Streng dich an, zeige ihnen nicht wie sehr es in dir zu Kochen anfängt. Er weiß, wie er dich bearbeiten kann, wenn du eine Regung zeigst und er bemerkt, was du denkst. Die Beine wechseln, ja das geht, die Hände sind immernoch zusammen. Konzentriere dich, ruhig atmen.

Blablabla, teilweise auch widersprüchliches oder ausweichendes Blablabla, dazu ganz genaue Fragen und Anmerkungen auf die nicht eingegangen wird.

So, du hast es fast geschafft, außerdem sagt jemand das, was du und ihr alle denkt, es euch bloß nicht zu sagen traut. Danke. Aber dann dieses Ausweichen, das lässt die Wut erneut aufkochen und nicht abkühlen. Aber bleibe ruhig, zeige ihnen nicht, wie zornig und enttäuscht du bist. So ist es gut.

Bohrende Blicke, fast schon persönliches und angreifendes Blablabla.

Schon fast eine Dreiviertelstunde ist um. Du musst das nicht mehr lange aushalten. Das Blablabla von eben ist fast schon lächerlich, das wissen die anderen auch. Soll ich meinen Mund aufmachen? Nein, du würdest nur vor Emotionen überschäumen und ihm zeigen wie wütend du bist.

Blablabla und die erlösenden Schlussworte.

Das war's!!!

1 Kommentar 10.6.08 23:25, kommentieren

Das Feuer

Ganz klein fängt es an, mit einem winzig kleinen Funken. Doch bald kann es größer werden und immer größer, bis dieser Funke zu einer kleinen Flamme herangewachsen ist. Die kleine Flamme wird selbst auch immer größer, indem sie sich am Holz nährt, und durch viele weitere winzig kleine Funken an weiteren Flammen dazugewinnt. Bis alles lichterloh brennt, die ganze dunkle Umgebung mit Licht und Wärme erfüllt und zum Leben erweckt.

Das Feuer in dir wurde entbrannt.

 

Oder soll man eher sagen "du wurdest befruchtet"?

 

 Doch nur ein kleiner Windzug, ein Tröpfchen Wasser oder zu wenig Brennmaterial kann das Feuer wieder erlischen lassen. Ganz langsam, so wie es gekommen ist. Und am Ende ist alles wieder genauso trostlos, wie es am Anfang war. Der einzige Unterschied liegt dann in der Gewissheit darin, dass es auch ganz anders aussehen und sich anfühlen kann.

1 Kommentar 9.6.08 23:15, kommentieren

Es gibt einen Ort...

...der vollkommen anders ist. Anders im Positiven Sinne.

Ein Ort, an dem dir jederzeit mit einem Lächeln begegnet wird.

Ein Ort, der dich dein normales Leben vergessen lässt, der dich glauben lässt, dass es noch so etwas wie wirklichen Frieden auf der Welt gibt.

Ein Ort, an dem nicht gefragt wird, was du bist und was du kannst. An diesem Ort wird gefragt, wer du bist und was du möchtest. Es wird hinter die Fassade geschaut und niemand wird besser behandelt, weil er ja ach so schlau oder reich oder sonstwas ist. Dort wirst du nach deiner eigenen Meinung gefragt, und nicht nach einer, die du dir zu eigen gemacht hast.

Ein Ort, an dem man sich auf das Wesentliche im Leben konzentriert. Du erkennst dort, was und wer in deinem Leben wirklich wichtig ist und dein inneres Feuer wird geweckt.

Ein Ort, an dem die Gemeinschaft, das Leben und der Umgang miteinander, zählt. Dir fällt auf, wie schön und bereichernd Gespräche sein können - egal wann und wo. Und wie sehr du auf andere angewiesen bist, denen du das, was sie dir geben, auch zurückgeben möchtest.

Ein Ort, an dem du alles verarbeiten kannst, was du erlebt hast - Positives aber vor allem auch Negatives. Du findest dort Trost und Menschen, die dir ganz einfach nur zuhören, ohne von deinen Worten profitieren zu müssen. Menschen, denen du vertrauen kannst und die auch dir ihr Vertrauen entgegen bringen. Dort ist es erlaubt, deinen Emotionen freien Lauf zu lassen, ohne sich darüber sorgen zu müssen, was die anderen wohl denken.

Ein Ort, an dem du verstanden wirst - und wenn nicht, sich deine Mitmenschen bemühen, dich zu verstehen.

Ein Ort, an dem du merkst, wie sehr unsere gesamte Gesellschaft verkorkst ist und dass hier völlig falsche Werte wichtig sind. Und dir dadurch das Zurückkommen (äußerlich wie auch innerlich) extrem erschwert wird.

 

Diesen Ort gibt es wirklich... Ich habe ihn besucht.

1 Kommentar 6.6.08 23:55, kommentieren

Männer...

Männer weinen nicht -

Männer schwitzen aus den Augen...

 

Da ist was wahres dran, oder?^^

26.4.07 20:09, kommentieren

Zu harmoniebedürftig für diese Welt..

Ich weiß nicht, ich kann mir aber vorstellen, dass sehr viele Menschen sehr harmoniebdürftig sind. ich denke das spricht für die Naur des Menschen.

Dabei ist es doch aber sehr wichtig, den Blick für die Realität nicht zu verlieren. Nicht ständig enttäuscht zu sein, wenn die Welt nun mal nicht so viel Harmonie beherbergt, wie man es gerne hätte, und teilweise sehr starke Reibereien entstehen können. Es zeugt doch von einer großen Naivität, wenn man das Leben als solches mit seinen Disharmonien nicht akzeptieren kann.

Umso schwerer ist es, immer aufs neue enttäuscht zu werden. Nämlich immer dann, wenn es in den schönsten und wunderbarsten Situationen zu großen Streitigkeiten kommt und man damit nicht fertig wird.

19.3.07 13:43, kommentieren

Tränen

Wenn in einem das Chaos herrscht, man nicht mehr ein noch aus weiß...

Dann diese Angst dazu kommt, die einen fast zerreißt...

Und diese abgrundtiefe Traurigkeit, die einen im wahrsten Sinne des Wortes tief in einen Abgrund zieht...

 

Dann ist es das Beste diesen Gefühlen freien Lauf zu lassen.

Und wenn dann die Tränen deine Wangen herunter rollen, dann fühlst du, wie sie dein Gesicht kühlen,

wie sie dich beruhigen

und du achtest darauf, wie gut es sich anfühlt...

 

Dann ziehen dich deine Tränen aus dem unendlichen Chaos deiner Gefühle und deine Welt ordnet sich wieder...

5 Kommentare 4.2.07 14:12, kommentieren

Das Jahr

dieses Rezept ist von Katharina Elisabeth Goethe, sie gab es ihrem Sohn mit auf den Weg.
 
"Man nehme 12 Monate, putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz,
Pedanterie und Angst und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Tage, so
daß der Vorrat genau für das Jahr reiche.
 
Es werde dann jeder Tag angerichtet aus 1 Teil Arbeit, 1 Teil Frohsinn
und 1 Teil Humor.
 
Man füge 3 gehäufte Eßlöffel Optimismus, 1 Teelöfel Toleranz, 1 Körnchen
Ironie und eine Prise Takt hinzu, dann wird die ganze Masse mit reichlich
Liebe übergossen!"
 
Das fertige Gericht schmücke man mit Aufmerksamkeit und serviere
es täglich mit Heiterkeit und einer guten Tasse erquickenden Tees.

10.12.06 20:47, kommentieren